|
Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
„Und sie aßen alle und wurden satt.“ (Mk 6,42)
Liebe Leserin, lieber Leser,
Der Evangelist Markus ist überzeugt davon: Als Jesus das Brot nimmt und seine Freundinnen und Freunde es mit allen teilen, werden alle satt – und es bleibt noch übrig.
Am ersten Sonntag im Oktober feiern wir Erntedank. Wir feiern die Gaben der Natur und das Teilen von „Brot und Wein“. Wir machen uns bewusst, dass wir von dem leben, was uns ohne Zutun von der Natur geschenkt wird – und was die Kunst menschlicher Arbeit dazutut, damit wir satt werden. Doch wie bebauen und bewahren wir die Natur, so dass wir nicht gegen sie, sondern mit ihr arbeiten? Wie gelingt es, dass tatsächlich alle satt werden, wo doch Brot in Fülle da ist und die Gaben der Natur für alle reichen könnten? Wie können wir über das Lebensnotwendige hinaus eine Kultur erlernen, die bescheidener und genügsamer wird mit dem, was die Natur uns schenkt?
Wir laden ein, Erntedank zu feiern und miteinander zu teilen: Freundlichkeit, Wärme, Frieden. In der Hoffnung, dass dies gelingen wird, feiern wir – und laden ein, nicht nur zum Erntedankfest, sondern zu dem Vielen, was der Monat Oktober zu bieten hat.
Einen Überblick über dieses und mehr finden Sie wie immer in diesem Newsletter, mit dem wir herzlich grüßen!
Ihr Bertold Becker
|
|
|
Freitag, 02.10.2026 Altstädter Nicolaikirche 20.00 Uhr Taizé-Andacht Taizé-Trägerkreis
***
Sonntag, 04.10.2026, 18. Sonntag nach Trinitatis Süsterkirche 10.30 Uhr Erntedankfest-Gottesdienst mit Abendmahl anschl. Gemeindeversammlung Bläserchor im Stadtkantorat, Ltg. Robin Stüwe Pfarrer Bertold Becker Kollekte: Brot für die Welt
***
Freitag, 09.10.2026 Süsterkirche 15.00 Uhr Freitag-Nachmittag-Gottesdienst Pfarrer Bertold Becker
***
Samstag, 10.10.2026 Süsterkirche 15.30–18.00 Uhr Kirche Kunterbunt Ein Angebot für Familien und Freund*innen von Kindern und Familien – als Gemeinschaft und im Miteinander gemeinsam Zeit verbringen
***
Sonntag, 11.10.2026, 19. So nach Trinitatis 10.30 Uhr Altstädter Nicolaikirche Gottesdienst der Region Mitte anschl. Gemeindeversammlung der Region Mitte Pfarrer Bertold Becker
Neustädter Marienkirche 18.00 Uhr „Herr der Ringe“-Gottesdienst VokalTotal, Leitung und Orgel: Ruth M. Seiler Liturgen: Pfarrerin Dr. Heike Stöcklein, Pfarrer Sebastian Stussig Kollekte: Stadtkantorat
***
Donnerstag, 15.10.2026 Süsterkirche 19.00 Uhr Friedensgebet Pfarrer Bertold Becker und Versöhnungsbund
***
Sonntag, 18.10.2026, 20. Sonntag nach Trinitatis Neustädter Marienkirche 10.30 Uhr Gemeinsamer Innenstadtgottesdienst Pfarrer i.R. Carsten Ledwa
Gemeinderaum "Neubau", Güsenstr. 16 15.00 Uhr Gottesdienst in Gebärdensprache Pfarrerin Heike Kerwin
***
Sonntag, 25.10.2026, 21. Sonntag nach Trinitatis Süsterkirche 10.30 Uhr Gemeinsamer Innenstadtgottesdienst Pfarrerin i.R. Jutta Beldermann Kollekte: Bahnhofsmissionen
Neustädter Marienkirche 18.00 Uhr Musikalische Vesper Werke von Gesius bis Todd Bielefelder Vokalensemble; Leitung und Orgel: Ruth M. Seiler Pfarrerin Dr. Christel Weber
***
Samstag, 31.10.2026 Reformationstag St. Jodokus 18.00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst Superintendent Christian Bald, Dechant Norbert Nacke
Johanniskirche 18.30 Uhr Jugendgottesdienst "ChurchNight" mit Livemusik und interaktiven Stationen
***
Sonntag, 01.11.2026 22. Sonntag nach Trinitatis Neustädter Marienkirche 10.30 Uhr Gemeinsamer Innenstadtgottesdienst mit Abendmahl Pfarrerin Ulrike La Gro
***
An Werktagen findet jeweils Montag bis Freitag um 17.30 Uhr in der Altstädter Nicolaikirche die “Atempause. 12 Minuten mit Gott” statt.
|
|
2. Kirchenmusik
Sonntag, 04.10.2026 Johanniskirche (Lydiagemeinde), Johannisplatz 1 17.00 Uhr „Danke für die Lieder“ Weltliches vom Volkslied bis zum Schlager, vom romantischen Chorlied bis zum Gassenhauer Andreas Kaling, Saxophon; Ruth M. Seiler, Orgel und Klavier Seniorenchor Bielefeld, Leitung: Martin Rieker Eintritt frei; um eine Spende für die Arbeit des Evangelischen Stadtkantorates wird herzlich gebeten.
***
Samstag, 10.10.2026 Altstädter Nicolaikirche 12.05 Uhr 257. Orgel-Marktmusik An der Beckerath-Orgel: Martin Rieker Um eine Spende für die Kirchenmusik im Evangelischen Stadtkantorat wird gebeten.
***
Sonntag, 11.10.2026 Neustädter Marienkirche 18.00 Uhr „Herr der Ringe“-Gottesdienst VokalTotal, Leitung und Orgel: Ruth M. Seiler Liturgen: Pfarrerin Dr. Heike Stöcklein, Pfarrer Sebastian Stussig Um eine Spende für die Kirchenmusik im Evangelischen Stadtkantorat wird gebeten.
***
Samstag, 24.10.2026, Altstädter Nicolaikirche 12.05 Uhr 258. Orgel-Marktmusik: Vierne – Jongen – Reger An der Beckerath-Orgel: Ruth M. Seiler Um eine Spende für die Kirchenmusik im Evangelischen Stadtkantorat wird gebeten.
***
Sonntag, 25.10.2026 Neustädter Marienkirche 18.00 Uhr Musikalische Vesper Werke von Gesius bis Todd Bielefelder Vokalensemble, Leitung und Orgel: Ruth M. Seiler Liturgin: Pfarrerin Dr. Christel Weber Um eine Spende für die Kirchenmusik im Evangelischen Stadtkantorat wird gebeten.
***
Montag, 26.10.2026 Gemeindesaal der Neustädter Marienkirchengemeinde 19.30 Uhr „Das lyrische Stenogrammheft“ Ein Abend mit Mascha Kaleko Musik: Ruth M. Seiler Texte: Annette Kurschus Eintritt frei; um eine Spende für die Arbeit des Evangelischen Stadtkantorates wird gebeten.
|
|
3. Gemeindeversammlung. Auf dem Weg in die Region Mitte
Die sechs Kirchengemeinden der Region Mitte sind auf dem Weg, in Zukunft mehr Gemeinschaft zu wagen. Sie wollen Gottesdienste, Konfirmand*innenarbeit, Diakonie, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen, Kirchenmusik, soziales und gesellschaftliches Engagement und das Gemeindeleben der einzelnen Gemeinden enger miteinander vernetzen. Zugleich wollen sie Räumlichkeiten, Gebäude, hauptamtliches Personal und Finanzen miteinander und füreinander bedenken und gestalten. Dazu machen sie sich auf und planen, in einer Erprobungsphase eine gemeinsame Leitungsstruktur und Organisationseinheit zu bilden und in enger Zusammenarbeit Kräfte und Aufgaben zu bündeln.
Das neue Kirchengemeinde-Erprobungsgesetz macht eine solchen Zusammenschluss möglich, ohne zugleich die einzelnen Kirchengemeinden als Körperschaft öffentlichen Rechts sofort in eine neue Gemeinde überführen zu müssen. Wir probieren also aus, eine gemeinsame Kirchengemeinde zu werden und hoffen, dass dieses Experiment gelingt.
In einem solchen Zusammendenken sind viele Fragen noch offen. Wie kann reformierte Identität erhalten bleiben? Wie können die „Perlen und Schätze“ der einzelnen Gemeinden weiterhin an verschiedenen Orten leuchten? Wie kraftvoll bleiben die Identitäten der einzelnen Gemeinden erhalten? Noch ist nicht alles klar, aber vieles entwickelt sich auch erst auf einem Weg, der gemeinsam gegangen wird. Wir sind dabei, Gestaltungsideen zum reformierten Bekenntnisstand und zur reformierten Identität für die zukünftige gemeinsame Gemeinde zu entwickeln und hoffen, dass wir Reformierten auf dem Weg einer gemeinsamen Gemeinde dabei sein können. Wir bedenken die neuen Wege in einer Presbyteriums-Klausur und einer Gemeindeversammlung und sind zuversichtlich.
Wir laden ein:
Sonntag, 04.10.2026, Süsterkirche 11.30 Uhr Gemeindeversammlung im Anschluss an den Erntedank-Gottesdienst
Sonntag, 11.10.2026, Altstädter Nicolaikirche 11.30 Uhr Regionale Gemeindeversammlung im Anschluss an einen gemeinsamen Abendmahlsgottesdienst
|
|
4. Pastorale Verstärkung in der Innenstadt
 Ulrike La Gro wird neue Pfarrerin in der Innenstadt
Viele kennen Ulrike La Gro schon aus ihrer Zeit als Vikarin in Neustadt-Marien. Ab dem 1.10.2026 wird sie das Team in der Bielefelder Innenstadt unterstützen. Für ihren Probedienst wird sie mit 50% als Pfarrerin in der Innenstadt arbeiten, mit 25% unterstützt sie das Ökumenischen Netzwerk zum Schutz von Flüchtlingen in Bielefeld. Dabei kann sie an ihre Berufserfahrung in der bundesweiten Kirchenasyl-Arbeit anknüpfen. Sie freut sich auf gemeinsame Gottesdienste, Projekte und Begegnungen! Wir freuen uns ebenso!
|
|
5. „Deutschland singt und klingt“

Süsterkirche Samstag, 03.10.2026 19.00 Uhr Konzertantes zum Hören und Singen Blechbläser-Ensemble „Hymnus Brass“ Musikalische Leitung: Sonja Ramsbrock Texte: Bertold Becker
Freiheit, Einheit, Hoffnung. Das größte Mitmach-Projekt zum Tag der Deutschen Einheit. Die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt und klingt“ (DSUK) lädt auch 2026 alle Generationen und Kulturen zu musikalischen Einheitsfesten in allen Städten und Dörfern ein. Dafür gibt es eine Liste von Chorälen, Volksliedern und Evergreens, die überall erklingen wird. Auch in Bielefeld. Das Ensemble Hymnus Brass unter der Leitung von Sonja Ramsbrock gestaltet dazu ein Musikalisches Mitmachprogramm am 3. Oktober um 19.00 Uhr in der Süsterkirche. Im Wechsel mit instrumentalen Einlagen des Ensembles wird – natürlich mit Bläserbegleitung – gemeinsam gesungen. Dafür braucht es sing- und blasfreudige Menschen! Herzliche Einladung!
(Für Bläserinnen und Bläser: So geht es: Die Kirche ist ab 18.30 Uhr geöffnet. Die Bläser und Bläserinnen bringen bitte ihr Instrument und einen Notenständer mit und nehmen ihren Platz für einen kurzen Vorab-Soundcheck ein.)
Wir freuen uns auf eine vielstimmige musikalische Friedensaktion.
|
|
6. „Ernährung weltweit gerecht gestalten“
Zu diesen Fragen veranstaltet das Welthaus Bielefeld eine Vortragsreihe „Ernährung weltweit gerecht gestalten“. Die Vorträge finden immer am dritten Donnerstag des Monats statt, leider parallel zum Friedensgebet. Sie beginnen um 19 Uhr. Länderschwerpunkte setzen globale Akzente in der Frage: Wie werden wir alle satt und bauen zum Wohle der Menschen und der Natur unsere Lebensmittel an?
🔗Nähere Informationen
|
|
7. Städtepartnerschaft mit Welikij Nowgorod
Donnerstag, 01.10.2026 Ravensberger Spinnerei, Raum 240 19.00 Uhr Wertewandel in der persönlichen Standortbestimmung Svetlana Eremeeva, Kulturwissenschaftlerin, Moskau
Seit den 40 Jahren, die es die Partnerschaftsarbeit mit Welikij Nowgorod gibt, hat es auf dem Gebiet der ehemaligen UdSSR etliche Politik- und Regimewechsel gegeben. Diese hatten zur Folge, dass sich die Menschen gesellschaftspolitisch immer wieder neu verorten mussten. Jede Generation suchte sich die zu ihr passenden Werte, baute sich Brücken in die Vergangenheit, um ihr Jetzt besser zu verstehen und jeweils neu zu bestimmen. Svetlana Eremeeva leitete früher den kulturwissenschaftlichen Lehrstuhl eines Moskauer Institutes und kam nach Deutschland als Stipendiatin der Sacharow-Stiftung. Wir geben die Einladung von der Partnerschaftsarbeit Nowgorod weiter und laden ein zu diesem anregenden Vortrag mit anschließender Diskussion.
|
|
8. Keinheimisch. Kindheit in Israel – Leben in Deutschland
Johanniskirche, Johanniskirchplatz 1Dienstag, 13.10.202619.30 Uhr Keinheimisch. Kindheit in Israel – Leben in DeutschlandLesung mit Tomer Dotan-Dreyfus Foto: © Shai Levy Tomer Dotan-Dreyfus ist in Israel aufgewachsen; seit 2011 lebt er als Schriftsteller und Autor in Berlin. Er schreibt regelmäßig über Israel, Palästina und über Antisemitismus in Deutschland. Sein erster Roman, Birobidschan (Voland & Quist), stand auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis 2023. Tomer Dotan-Dreyfus beschäftigt sich damit, wie es ist, in einem Land aufzuwachsen, in dem die jüdisch-israelische Hegemonie die arabische Bevölkerung verdrängt und ausschließt. Und damit, wo ein Jude heute einheimisch sein kann – in Israel, Palästina, Deutschland? Dem nähert sich der Autor auf sehr persönliche Weise: Er schreibt über die von der Shoah überschattete Geschichte seiner Familie und befragt zugleich die israelische Gründunggeschichte und den Krieg in Gaza. Und was es für ihn bedeutet, in einer Zeit wachsenden Nationalismus und Militarismus in Israel aufgewachsen zu sein, und dann in die Bundesrepublik zu gehen. In Keinheimisch verschmelzen Kindheitserinnerungen mit Reflexionen über Geschichte und Gegenwartspolitik. Eine berührende Erzählung. Zu der Veranstaltung der Bielefelder Nahostinitiative in Kooperation mit der Lydia-Gemeinde und der Stiftung Begegnung laden wir herzlich ein. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. |
|
|
Süsterkirche Samstag, 31.10.2026, 10.00 bis 15.00 Uhr In einer gemeinschaftlichen Aktion für Groß und Klein möchten wir unsere reformierte Kirche zum Glänzen bringen.
Von 10.00 bis 15.00 Uhr wollen wir Spinnweben und Staub entfernen, Polster und Holz säubern und dabei den Kirchenraum näher kennenlernen. Für eine kleine Stärkung zwischendrin und zum Abschluss ist gesorgt: Bei Kuchen und Kaffee/Tee/Wasser können wir das gelungene Werk für gut befinden. Der Fußboden wird dann am Montag professionell gereinigt. Putzutensilien sind vorhanden, eigene Putzhandschuhe bitte mitbringen.
Zur Planung hilft uns eine Anmeldung im Gemeindebüro, telefonisch oder per Mail. Es sind aber alle auch spontan sehr willkommen! Wir freuen uns über kleine und große Hände, es gibt für alle was zu tun.
|
|
10. Georg Tuxhorn und die zweite Generation der „Bielefelder Moderne“

Ausstellung im Museum Peter August Böckstiegel bis zum 06.12.2026
Im Jahr 2022 erhielt das Museum Peter August Böckstiegel eine großzügige Schenkung: Der künstlerische Nachlass von Georg Tuxhorn (1903–1941), eines jung verstorbenen Weggefährten Peter August Böckstiegels in Dresden und Bielefeld, wurde von der Familie des Künstlers nach Werther gegeben. Durch eine Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen konnten die zentralen Werke dieser Schenkung restauriert werden. Ein großer Teil von diesen Werken Tuxhorns kann nun erstmalig öffentlich ausgestellt werden. Auf diese Ausstellung weisen wir aufgrund des besonderen Buntglasmosaiks in der Süsterkirche gerne hin.
🔗Weitere Informationen
|
|
11. Friedensdekade im November

Schwerter zu Pflugscharen – Handeln für den Frieden
Seit 1980 bringt die Ökumenische FriedensDekade jedes Jahr Menschen zusammen. Die Friedensarbeit verbindet Kirchengemeinden, Aktionsgruppen und alle Friedensbewegten über Konfessionsgrenzen hinweg. In Gottesdiensten, Friedensgebeten, Vorträgen, Gesprächsforen und Aktionen setzen wir uns unabhängig und ökumenisch für gewaltfreie Konflikttransformation, Diplomatie und die Wahrung der Menschenrechte ein.
Vom 4. November bis zum 20. November laden wir zu einem besonderen Veranstaltungsprogramm ein. Das Programm findet sich auf unserer Homepage und als Flyer in vielen Kirchen und Gemeinden. „Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!“
|
|
12. Friedensethik im Dilemma. Abschreckung mit Nuklearwaffen als Prävention?
Abschreckung mit Nuklearwaffen als Prävention? Montag, 05.10.2026 17.00–20.00 Uhr Institut für Kirche und Gesellschaft
🔗Online-Veranstaltung
„Das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI hat 2026 die Warnungen aus dem vergangenen Jahr vor den Risiken atomarer Bewaffnung noch einmal verschärft. Eine wachsende Unsicherheit besteht auch darin, dass der letzte noch existierende bilaterale Vertrag zur Begrenzung strategischer Atomwaffen zwischen USA und Russland (New-Start-Abkommen) im Februar ohne Nachfolgeregelung ausgelaufen ist. Auch die 11. Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag (NVV) endete im Mai dieses Jahres ohne Ergebnis.
Angesichts der aktuellen geopolitischen Konfliktlagen muss von einem Anwachsen der Atomwaffenarsenale (Wettrüsten) ausgegangen werden. Abschreckung (auch mit atomaren Waffen) scheint sicherheitspolitisch das Gebot der Stunde zu sein. Damit stellt sich neu die Frage nach der friedensethischen Legitimität: Das Dilemma ist unausweichlich, mit Waffen zu drohen, deren Einsatz ethisch absolut nicht gerechtfertigt ist. Gleichzeitig ist nukleare Abschreckung nur dann wirksam, wenn die Drohung im Ernstfall auch umgesetzt wird. Wie müssen friedensethische Fragen und Abwägungen unter den aktuellen geopolitischen Herausforderungen diskutiert und beantwortet werden? Darf es Ausnahmesituationen geben, in denen die Abschreckung mit Nuklearwaffen zugleich als Prävention verstanden werden kann/muss?
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Friedensbeauftragten der Ev. Kirche von Westfalen, Superintendent Christian Bald (Bielefeld) und der Begleitgruppe Friedensarbeit der Ev. Kirche von Westfalen statt.
Wir laden Sie herzlich ein!“ Uwe Trittmann, Studienleiter, Evangelische Akademie Villigst
|
|
13. Kirchenasyl und Flüchtlingspolitik
Mit voller Härte
„Seit Mitte Juni 2026 wird mit dem Argument, es gäbe ein neues europäisches Asylsystem, mit einer maximalen Härte auch gegen die humanitäre Möglichkeit des Kirchenasyls gearbeitet. Die wenigen Personen, die von einzelnen engagierten Kirchengemeinden aufgenommen und dort auf eigene Kosten und im Ehrenamt versorgt werden, sollen nun keine Nische der Humanität mehr bekommen.
„Verwaltungsrecht gegen Menschenrechte“ könnte man das beschreiben, was die Behörden konstruieren. Denn Personen, deren Aufenthaltsort bekannt ist, werden zu Flüchtigen mit unbekanntem Aufenthaltsort, weil die Behörden eine Vorsprache fordern, von der sie wissen, dass diese nicht ohne die Aufgabe des Kirchenasyls möglich ist. So werden Vorsprachetermine geschaffen, die den Behörden bei einer Nichtteilnahme eine Verlängerung der Zeiten im Kirchenasyl und damit eine indirekte harte Bestrafung der schutzsuchenden Personen bedeuten. Drei Jahre länger im Kirchenasyl bleiben, drei Jahre, in denen die Ehrenamtlichen die täglichen Nöte und Sorgen begleiten, die Kosten tragen und sich für Integration und Bleiberecht einsetzen.
Ich schäme mich für Deutschland, schäme mich für die Behörden und den dort formulierten politischen Druck, dem man eben entsprechen müsse … Als wäre man kein Akteur und trage keine Verantwortung. Sie tun nur ihre Pflicht. Die Pflicht, Menschenrechte zu wahren, gerade, wenn es so einen deutlichen Angriff auf sie gibt, würde ich gerne den Behörden verordnen. Menschlichkeit, humanitäre Lösungswege und immer wieder ein Blick für den Einzelfall, der nicht in die Schnellverfahren und zu den pauschalen Bearbeitungsstraßen der Asylverfahren passt. Wir – die wir historisch so viel Schuld auf uns geladen haben, beteiligen uns: Mehr Gewalt, mehr Abschottung, mehr Abschiebung. Erzählen wir unseren Kindern, wie wir nichts taten und bedauernd zusahen, wie die Menschenrechte Schritt für Schritt in eine Belanglosigkeit versanken? Seid Menschen!“ Ein Text aus dem Kreis derer, die sich im Kirchenasyl engagieren.
Wer in der Gruppe Kirchenasyl mitmachen möchte, wende sich bitte an Pastor Becker.
|
|
14. Woche der Prävention sexualisierter Gewalt
Sonntag, 11.10.2026 bis Samstag, 17.10.2026
Prävention braucht Bildung! Deshalb bietet der Kirchenkreis in der „Woche der Prävention sexualisierter Gewalt“ Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen an. Sie sind herzlich eingeladen teilzunehmen. Mitarbeitende des Kirchenkreises Bielefeld und des Verbandes werden im Rahmen ihrer Arbeitszeit freigestellt.
🔗zur Programmübersicht
|
|
Wer immer dabei sein will, ist willkommen!
Süstertreff

Corinna Kampschulte, Heike Ludewig und ihr Team laden alle 14 Tage donnerstags von 15–17 Uhr zum Süstertreff ein. Er bietet eine schöne Gelegenheit, sich mit anderen Seniorinnen und Senioren zu treffen, Kaffee zu genießen und nette Gespräche zu führenach Der Süstertreff beginnt immer mit etwas Bewegung und Schwung und endet mit einem gemütlichen Kaffeetrinken, Liedern, Geschichten und Musik. Kommen Sie bei Interesse einfach vorbei: 1. und 15. und 29. Oktober.
***
Süsterlotsen
Die Süsterlotsen begleiten von Mensch zu Mensch. Sie bieten Unterstützung und Hilfestellung in unterschiedlichen Situationen, ohne bürokratischen Aufwand. Die Süsterlotsen sind ein besonderes Team: Fachkundige und Laien, die sich in diesem Tätigkeitsfeld engagieren, arbeiten eng zusammen, um dieses diakonische Angebot zu gestalten und ohne bürokratischen Aufwand schnell zu helfenach So fördern sie das Zusammenleben in Gemeinde und Gesellschaft. Wer die Süsterlotsen in Anspruch nehmen oder mitmachen möchte oder Fragen hat, kann sich hier melden: Kontakt: 📞 0162 366 1995 (auch AB) 📧 suesterlotsen@gmail.com
***
Frauenkreis
Wenn Sie Interesse haben an Themen der Zeit, an anderen Kulturen, an biblischen Erzählungen und ethischen Fragen, dann sind Sie im Frauenkreis der Gemeinde richtig und herzlich willkommen. Annette Nauerth und Anke Finke freuen sich mit rund 20 weiteren Frauen auf Ihr Kommen. Jeweils mittwochs alle vierzehn Tage von 15–16.30 Uhr im Neubau an der Süsterkirche. Mittwoch, 07.10.2026: Thema: „Selbstverteidigung mit den Waffen der Frauen“ Mittwoch, 21.10.2026: Thema: „Pflegen von Dingen als Beitrag zu Nachhaltigkeit“
***
Gesprächswerkstatt Gemeinde – Kirche – Gesellschaft in Süster

In einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche fragt der Kreis nach der Bedeutung von Gemeinde und Kirche heute und in Zukunft, sowohl in der Gesellschaft als auch für uns selbst. Die Gruppengespräche finden i.d.R. monatlich am 3. Mittwoch zwischen 15 und 17 Uhr entweder im Süsterzimmer oder im Gemeinderaum, Güsenstr. 16 (neben der Kirche) statt. Wir freuen uns über weitere Interessierte. Herzlich willkommen! Mittwoch, 28.10.2026: Thema: Wem gehört Bonhoeffer? – Wie der Theologe und Widerständler von Rechts-Populisten vereinnahmt wird.
***
Ein Bibelgesprächskreis trifft sich jeden letzten Montag im Monat um 19.30 Uhr im Süsterzimmer und liest die Heilige Schrift. In gemeinsamem Austausch zu dem Gelesenen entsteht ein offener Sprachraum, in dem Fragen und Glauben geteilt werden.
***
Ein Besuchsdienstkreis trifft sich monatlich, um Geburtstagsgrüße und Besuche abzusprechen. Wer mag, ist im Team herzlich willkommen. (Bitte im Gemeindebüro melden.)
***
Ein Kirchenöffnungsteam hält die Kirche freitags von 16–18 Uhr Uhr, samstags von 11–18 Uhr und an besonderen Tagen offen und begleitet Besucherinnen und Besucher. Wer hier mitmachen möchte, wende sich bitte an Pastor Becker oder das Gemeindebüro.
|
|
|
Wenn Sie den Newsletter nicht mehr empfangen möchten, können Sie diesen hier kostenlos abbestellen oder per Mail an bi-kg-reformiert@ekvw.de
Impressum: Der Newsletter wird herausgegeben im Auftrag des Presbyteriums
von Pfarrer Bertold Becker
Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde Bielefeld Süsterplatz 2 33602 Bielefeld Deutschland
Kontakt:
Bertold Becker Telefon: 0170-9630787 E-Mail: bertold.becker@kirche-bielefeld.de
Gemeindebüro
Telefon: 0521-68248
E-Mail: bi-kg-reformiert@ekvw.de
|