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„Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden – halleluja!“

Liebe Leserin, lieber Leser,


mit diesem alten Osterruf grüße ich herzlich und wünsche frohe Ostern!
Der alte Ruf ist ein Lob der Kraft Gottes, die anders ist, frei, offen, verletzlich und heilvoll.
Der Ruf wird verstärkt durch den Frühling, mit dem die Natur zu neuem Leben erwacht. Dieser Aufbruch zum Leben kann in vielerlei Hinsicht stärken und ermutigen!
Die Freundlichkeit der Menschen und Völker könnte aufblühen, die Friedfertigkeit sich durchsetzen, eine neue Abrüstung beginnen – und das Einhalten von verabredeten Klimazielen wäre selbstverständlich.
Die Zeichen der Zeit sind Veränderungen.
Der österliche Gruß ist eine Einladung, die Welt anders zu denken, als sie ist.

Christus ist auferstanden von den Toten – halleluja!“

Mit diesem Video-Link laden wir ein zu einem österlichen Besuch der Süsterkirche.

Die Kirche ist zudem am Ostersonntag geöffnet von 6–7 Uhr, von 10–12 Uhr und von 15–17 Uhr.

Die musikalische Interpretation „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ in dem Video zu Karfreitag kam so gut an, dass wir sie in diesem Video nochmal gesondert veröffentlicht haben.

Am Ostersonntag werden in allen Kirchen Nordrhein-Westfalens von 9.30 bis 9.45 Uhr die Glocken läuten. Dazu rufen die drei evangelischen Landeskirchen und die fünf katholischen Bistümer im Bundesland ihre Gemeinden auf. Das ökumenische Geläut soll gerade angesichts der Corona-Pandemie die Osterfreude über den Sieg des Lebens zum Ausdruck bringen.

Wir schließen uns dem an.

Mit österlicher Freude grüße ich herzlich und wünsche uns allen eine ganz gute Osterzeit.

Ihr
Bertold Becker


Überblick über diesen Newsletter:
  1. Liebe Leserin, lieber Leser
  2. Ostern in der Süsterkirche
  3. Ostern mit dem Evangelisten Markus
  4. Kollekten Online
  5. Ostergottesdienst mit Präses Annette Kurschus
  6. Ostergottesdienst auf Radio-Bielefeld am Ostersonntag um 11 Uhr
  7. „Neues Leben“ – ein österlicher Text von Dietrich Bonhoeffer

2. Ostern in der Süsterkirche

Mit diesem Link gelangen sie zu dem Video-Beitrag zu Ostern.
 
Ein Video-Beitrag zu Karfreitag findet sich hier.

Dem Presbyterium unserer Gemeinde war es wichtig, einen Besuch in der Süsterkirche an Ostern zu ermöglichen. Der Ostergruß lädt sowohl textlich als auch musikalisch ein.
Den Text des Ostergrußes finden Sie im Predigtarchiv unserer Homepage.


3. Ostern mit dem Evangelisten Markus

Im neuen Gemeindebrief, der zu Karfreitag und Ostern verschickt wurde, finden sich u.a. Gedanken zu einem Ostertext des Evangelisten Markus. Auch dieser Text findet sich in der Predigt-Datenbank.


4. Kollekten Online

Gemeinsame Gottesdienste dürfen wegen der Corona-Schutzmaßnahmen derzeit nicht stattfinden. Eine wachsende Zahl von Menschen nimmt deshalb an Gottesdiensten über Radio, Fernsehen oder das Internet teil. Gerade jetzt sind gute Worte des Glaubens wichtig. Viele wünschen sich auch eine Möglichkeit, über die Gottesdienstkollekte Not zu lindern und an wichtigen Aufgaben mitzuwirken.

Ab Karfreitag wird es erstmals möglich sein, die Gottesdienstkollekte auch online zu geben. Unter www.kollekte-online.de ist das Angebot zu erreichen. Es ist gut, dass dieses Angebot nun besteht, denn vielen Menschen ist es ein Anliegen, gerade jetzt Not zu lindern und an wichtigen Aufgaben mitzuwirken. So wird die Kollekte zu einem wichtigen Zeichen der Gemeinschaft im Glauben in schwierigen Zeiten.


5. Ostergottesdienst mit Präses Kurschus

Präses Annette Kurschus predigt am Ostersonntag, 12. April, im Gottesdienst, den das Zweite Deutsche Fernsehen aus der Evangelischen Saalkirche Ingelheim ausstrahlt. Das Thema lautet "Ostern berührt Dich". Beginn ist um 9.30 Uhr.

Im Anschluss an den Gottesdienst wird es ein besonderes Osterkonzert von Kirchenmusikerinnen und-musikern an allen möglichen Orten geben.
Ob singend oder mit dem Instrument: Sänger, Posaunenchorbläser und Organisten vereinen sich mit „Christ ist erstanden“ (EG 99) zu einem „Flashmob auf Sicherheitsabstand“. Und zwar am Ostersonntag um 10.15 Uhr. Zuhause am Fenster, auf dem Balkon, im Garten, im Wald, auf dem Hof oder auf der Straße mit dem Trichter oder der Stimme gegen den Wind. Oder an den Orgeln bei weit geöffneten Kirchenfenstern und -portalen im großen Instrumenten-Tutti.
Wir laden ein: #osternvombalkon.


6. Ostergottesdienst auf Radio-Bielefeld am Ostersonntag um 11 Uhr

„Das Team von Radio Bielefeld ist in dieser besonderen Zeit mit Kontaktsperren, sich überschlagenden Nachrichten und vielen persönlichen Sorgen für die Bielefelder nicht nur wichtige Informationsquelle – wir sind auch Mutmacher. Der Glaube an wieder normale Zeiten, die Hoffnung dass wir diese Situation möglichst schnell und gesund überstehen sowie die Liebe, wenn auch derzeit auf Distanz, motivieren uns jeden Tag in unsere Arbeit in der Redaktion. Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei wollen wir gemeinsam mit dem Radio-Ostergottesdienst gerade jetzt, gerade in dieser Zeit hörbar machen.“ – so schreibt es das Team von Radio Bielefeld.

Im Radio-Ostergottesdienst aus dem Studio am Süsterplatz wirken Superintendent Christian Bald aus Bielefeld mit sowie Pfarrerin Nora Göbel aus der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde und Pfarrer Lars Prüßner aus Jöllenbeck. Dabei gehen sie auf die Ostergeschichte ein und verbinden sie mit ihren ganz persönlichen Pop-Songs.


7. Neues Leben – ein Ostertext von Dietrich Bonhoeffer

Dietrich Bonhoeffer ist vor 75 Jahren, am 9. April 1945, ermordet worden.
Aus diesem Anlass findet sich hier ein österlicher Text.

Neues Leben

Das Wunder der Auferstehung Christi
hebt die Vergötzung des Todes, wie sie unter uns herrscht,
aus den Angeln.
Wo der Tod dos Letzte ist, dort verbindet sich
die Furcht vor ihm mit dem Trotz.
Wo der Tod das Letzte ist, dort ist das irdische Leben
alles oder nichts.
Das Trotzen auf irdische Ewigkeiten gehört dann zusammen
mit einem leichtfertigen Spielen mit dem Leben,
krampfhafte Lebensbejahung
mit gleichgültiger Lebensverachtung.
Nichts verrät die Vergötzung des Todes deutlicher,
als wenn eine Zeit für die Ewigkeit – zu bauen beansprucht
und doch in ihr das Leben nichts gilt,
wenn man große Worte spricht über einen neuen Menschen,
eine neue Welt,
eine neue Gesellschaft, die heraufgeführt werden soll,
und wenn dieses Neue alles nur
in einer Vernichtung des vorhandenen Lebens besteht.
Die Radikalität des Ja und des Nein
zum irdischen Leben offenbart, dass nur der Tod etwas gilt.
Alles erraffen oder Alles wegwerfen,
es ist die Haltung dessen, der fanatisch an den Tod glaubt.

Wo aber erkannt wird, dass die Macht des Todes gebrochen ist,
Wo das Wunder der Auferstehung und des neuen Lebens
mitten in die Todeswelt hineinleuchtet,
dort verlangt man vom Leben keine Ewigkeiten,
dort nimmt man vom Leben, was es gibt,
nicht Alles oder Nichts, sondern Gutes und Böses,
Wichtiges und Unwichtiges, Freude und Schmerz,
dort hält man das Leben nicht krampfhaft fest,
aber man wirft es auch nicht leichtsinnig fort,
dort begnügt man sich mit der bemessenen Zeit
und spricht nicht irdischen Dingen Ewigkeit zu,
dort lässt man dem Tod das begrenzte Recht, was er noch hat.
Den neuen Menschen und die neue Welt aber
erwartet man allein von jenseits des Todes her,
von der Macht, die den Tod überwunden hat.

Der auferstandene Christus trägt die neue Menschheit in sich,
das letzte herrliche Ja Gottes zum neuen Menschen.

Dietrich Bonhoeffer – Das Wunder der Osterbotschaft (Ethik, DBW Band 6, Seite 78f)


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Pfarrer Bertold Becker
im Auftrag des Presbyteriums der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Bielefeld
Süsterplatz 2
33602 Bielefeld
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0521-68248
gemeinde@reformiert-bi.de