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„Hosianna dem Sohn Davids, gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn“

Liebe Leserin, lieber Leser,


der Palmsonntag ist ein kleiner Festtag in der Passionszeit. Die kirchlichen Texte des Sonntags bejubeln den Einzug Jesu nach Jerusalem, als käme der König der Welt, mit dem endlich alles gut wird.
Beim Evangelisten Markus nimmt diese Geschichte in einem unbekannten Dorf seinen Anfang. „Betfage“ nennt er diesen Ort.  Der hebräische Name der Ortschaft bedeutet "Haus der grünen, unreifen Feigen.“
Die Geschichte, die hier beginnt, braucht Zeit und Reife, damit sie verstanden werden kann. Sie ist der Beginn von etwas, das erst am Ende seine Kraft entfaltet ...

Manches braucht Zeit, um zu reifen und verstanden zu werden.
Wir unterbrechen in diesen Tagen in vielerlei Hinsicht unsren Alltag.
Lässt uns diese Zeit reifen?
Sind wir reif für die Zeichen der Zeit und die großen Fragen, die sich stellen?
Verändern wir unseren Lebensstil, weil an Bedeutung gewinnt, was in der Fülle des Alltags nicht zur Geltung kommen kann – als fiele nicht genug Licht auf das, was Zeit braucht, um zu reifen?

***

Mit dem Einzug Jesu in Jerusalem beginnen die Evangelisten ihre Passionserzählungen.
Der König der Welt kommt – und mit ihm kommen andere Werte in den Blick.
„Glücklich sind die, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, sie werden satt.“ „Glücklich sind die Friedfertigen, sie werden Gottes Kinder heißen.“

Ob wir in dieser Corona-Zeit Altes lassen, Gewohnheiten verändern und Neues beginnen?

Dieser Tage las ich in der Zeitung, dass Israel angesichts der schnellen Ausbreitung des Coronavirus eine Produktionslinie für Raketen auf die Herstellung von Beatmungsgeräten umstellt. „Schwerter zu Pflugscharen“.

Wenn die Gläubigen sich im Moment nicht in den Kirchen der Welt treffen können, vielleicht wird dann die Welt stärker zu einem Ort des Evangeliums?

Jesus zieht in die Welt ein!

„Er ist gerecht, ein Helfer wert;
Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
sein Königskron ist Heiligkeit,
sein Zepter ist Barmherzigkeit;
all unsre Not zum End er bringt,
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Heiland groß von Tat.“

Zu diesem Palmsonntag, dem ersten Sonntag im April 2020 grüße ich herzlich!

Auch in diesem Newsletter haben wir einige lesenswerte Texte zusammengestellt. Zudem fragen wir, wie es an Karfreitag und Ostern weitergeht – und schließen den Brief – nach Hinweisen auf Friedensgebet und Zukunftsforschung – mit einem persönlichen Gebet zu Psalm 139, das einlädt, mitzusprechen und es mit anderen Psalmen weiterzuschreiben.

Bleiben sie gesund – der HERR kommt.

Ihr
Bertold Becker


 Überblick über diesen Newsletter:
  1. Liebe Leserin, lieber Leser
  2. Gedanken zu Corona – Momentaufnahme einer Konfirmandin
  3. Einen anderen Blick gewinnen – Momentaufnahmen einer Studentin
  4. Der „Einzug nach Jerusalem“ – eine Momentaufnahme zum Palmsonntag
  5. Wie geht es weiter? Newsletter – Gemeindebrief – Öffnungszeiten an Karfreitag und Ostern
  6. Friedensgebet – und Zukunftsforschung
  7. Ein Gebet nach Worten des Psalms 139


2. Gedanken zu Corona – Momentaufnahmen einer Konfirmandin


Die Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sich zu gestellten Fragen Gedanken gemacht. Hier die Momentaufnahme einer Konfirmandin:

•  Welche Chance siehst du im Moment in dieser Corona-Zeit? Wozu könnte es gut sein?

Mir ist in letzter Zeit sehr bewusst geworden, was wir alles als „normal“ empfinden. Z.B. mit öffentlichen Verkehrsmitteln fast rund um die Uhr fahren, zur Schule gehen, Freunde und Bekannte treffen, anderen die Hand zur Begrüßung geben und sie umarmen oder einfach nur in Menschenmengen stehen und dabei
am Jahnplatz auf die grüne Ampel warten. Jetzt, während der Corona-Pandemie, stellen wir all diese Dinge in Frage. Etwa wenn wir Bus fahren und jemand niest und dann den Halteknopf drückt, wollen wir diesen Knopf nicht mehr berühren; wenn ich meine Großeltern treffe, umarme ich sie nicht, auch wenn ich es will, um sie zu schützen, weil sie zur Risikogruppe gehören; und die Stadt ist auch nicht mehr so voll wie sonst und wir meiden größere Ansammlungen von Menschen. In dieser Corona-Zeit sehe ich die Chance zu erkennen, was mir wichtig ist und was das Leben mir alles bietet, das ich vorher nicht bemerkt habe, weil ich es als selbstverständlich hingenommen habe, wo sich andere riesig darüber freuen würden, wenn sie diese Möglichkeiten hätten. Ich sehe die Chance, Dinge zu sehen, die ich vorher nicht wahrgenommen habe und mit offeneren Augen durch das Leben zu gehen.

• Was vermisst Du am meisten?

Am meisten vermisse ich meine Freunde und den Kontakt zu Verwandten. Ich finde es sehr schade, dass man andere Menschen nur eingeschränkt treffen darf. Dementsprechend habe ich seit der Schulschließung keine von meinen Freundinnen mehr gesehen. Ich habe mit einigen noch Kontakt über WhatsApp und Co., aber für mich ist das nicht das gleiche, wie wenn ich ihnen gegenüberstehe und wir einfach über belangloses Zeug reden können. Zudem vermisse ich in dieser Zeit die Normalität. Es ist für mich immer völlig selbstverständlich gewesen, meine Großeltern zu besuchen und sie zu umarmen. Aber jetzt, wenn ich es nicht mehr darf, fällt mir erst auf, wie wichtig es für mich ist.

• Was genießt Du zurzeit besonders?

Zurzeit genieße ich besonders die freie Zeit, die ich sonst nicht so zur Verfügung habe. In dieser Zeit mache ich gerne Sachen mit meiner Familie. Aber auch nicht die ganze Zeit, sonst wäre das irgendwann sehr langweilig. Wenn ich mal alleine sein muss, weil ich zu viel Zeit mit anderen hatte, dann gehe ich nach draußen an die frische Luft und spaziere ein wenig umher oder gehe manchmal auch joggen, wenn ich nach vielen Hausaufgaben einen freien Kopf brauche. Dabei achte ich dann darauf, Wege mit wenigen Menschen zu wählen. In letzter Zeit fällt mir vor allem auf, wie sehr ich es genieße, mich zu bewegen und aktiv zu sein. Eine Sache, die ich sonst nebenbei mache, hat jetzt in dieser „Homeoffice-Zeit“ einen festen Platz in meinem Alltag gefunden.

• Wenn Du diese Krise mit dem Glauben an Gott verbindest – was denkst du da?

In Zeiten einer solchen Krise fängt man an, sich zu fragen, ob es wirklich einen Gott gibt und wenn ja, warum er dann solche Verhältnisse zulässt, in die die ganze Welt nicht kommen will. Aber ich glaube nicht, dass Gott derjenige ist, der oben im Himmel ist und seine Fäden so zieht, wie es ihm gerade passt. Und dass dadurch ein Virus die ganze Welt befällt. Vielmehr glaube ich, dass Gott unter uns ist und uns hilft, auch mit dieser Ausnahmesituation fertig zu werden. Er spendet uns die nötige Kraft, um täglich dem Corona-Virus neu ins Gesicht zu sehen und ihm den Kampf anzusagen. Er spendet Pflegepersonal und Ärzten täglich neue Kraft, damit sie nicht aufhören, für die Kranken unter uns da zu sein. Ich denke, dass Gott nicht der Antagonist ist in diesen Zeiten, sondern der gute Wille in jedem von uns.

Luise Keitel




3. Einen anderen Blick gewinnen – Fragen einer Studentin


Wie oft – Fragen einer Studentin

Wie oft in deinem Alltag bleibst du stehen,
um den Bäume beim Wehen im Wind zu sehen?
Wie oft bist du draußen einfach still,
um zu hören, was ein Vogel erzählen will?
Wie oft bleibst du zuweilen stehen, um zu spüren,
wie dich Wind, Tropfen und Sonnenstrahlen berühren?
Wie oft lässt du das Leben auf dich regnen
und probierst den Leuten wirklich zu begegnen?
Wie oft lächelst du einen Menschen an
bis über beide Ohren, so breit man lächeln kann?
Wie oft hörst du den Bienen zu
oder den Ameisen, die nie kommen zur Ruh?
Wie oft schaust du einem Menschen tief und ehrlich in die Augen,
um einen Moment voll und ganz an das Gute zu glauben?
Wie oft wirfst du dich einfach ins Gras
Oder beobachtest den Wasserrand in deinem Glas?

Ich glaube, dass jeder von uns das viel zu selten tut
Und wir vergessen, wieviel Kraft und Schönheit in den Dingen ruht.
Wie wirklich wahrnehmen, was um uns herum geschieht,
weil man nur sein nächstes Ziel vor Augen sieht?
Es ist heilsam, einfach innezuhalten und zu genießen
Und mit sich und der Welt Frieden zu schließen,
und auf alle Sinne zu achten,
um die Welt mit Schönheit zu betrachten.
Also: Wann fängst du an zu leben
und dem Kleinen Bedeutung zu geben?
In dem Einfachen ist das Große nah –
das macht die Welt ganz wunderbar.
Die Schönheit lädt dich ein –
Nichts ist darin zu klein
um einfach und glücklich zu sein!

M. Rahel



4. Der „Einzug nach Jerusalem“ – eine Momentaufnahme zum Palmsonntag

Auf vielen Straßen ziehen morgens tausende Radfahrerinnen und Radfahrer nach Bielefeld ein. Es wedeln keine Palmenzweige, vielmehr reitet Mensch über Pflastersteine, Behelfsasphalt und Bordsteinkanten. Eine andere Menge säumt den Weg: Autos aus Einfahrten, Haltebuchten und Abbiegungen drängeln sich über Radwege und Vorfahrtsrechten ... Nicht selten riskieren die RadlerInnen dabei Kopf und Kragen, wenn sie nicht auf der Hut sind.

Auf dem Weg mit dem Fahrrad in die Süsterkirche fuhr ich dieser Tage auf der Artur-Ladebeck-Straße die kleine Anhöhe von Brackwede hinunter in das Zentrum Bielefelds. Die Straßen waren leer, wenige Autos unterwegs. Der Radweg holperte und polterte.
Könnte jetzt – in dieser Zeit – auf einer Spur der Straße ein großer Fahrradweg in die Innenstadt Wirklichkeit werden, ein Weg, der zum Radfahren einlädt und nicht auslädt, weil Einfahrten, Seitenstraßen, Parkbuchten, Unebenheiten und Holperpflaster den Weg zu einer Tortur machen?

„In Berlin-Kreuzberg seien binnen 48 Stunden mehrere neue Radstreifen geplant, genehmigt und eingerichtet worden“, lese ich in der Zeitung. Nun ist Berlin nicht Bielefeld – und Bielefeld nicht Jerusalem – aber mit einer anderen Sicht der Dinge, in der „weniger mehr ist“, könnte vieles auch in Bielefeld Wirklichkeit werden und den Alltag verändern ...

Bertold Becker



5. Wie geht es weiter?

Wie oft fragen wir uns das in diesen Tagen, uns und andere? Fragen, obwohl wir wissen, dass zu den vielen Unsicherheiten im Augenblick auch die gehört, dass wir es eben nicht wissen, wie es weitergeht.

Gemeindebrief und Newsletter Extra zu Karfreitag und Ostern
Zu den hohen kirchlichen Feiertagen bereiten wir einen Newsletter Extra vor und wir haben einen Gemeindebrief gestaltet, der auf zwei Seiten Karfreitag und Ostern umkreist und zum Lesen und Denken einlädt.

Wir halten die Kirche offen – an Karfreitag und Ostern
Wir werden an den kommenden großen Feiertagen, Karfreitag und Ostersonntag, die Kirche offenhalten. Wir planen das an beiden Tagen für die Zeit von 10–12 und von 15–17 Uhr, am Ostermorgen zusätzlich von 6–7 Uhr.
Wir hoffen, dass wir dann immer noch Bedingungen haben, die uns einen einfachen Besuch der Süsterkirche ermöglichen, zum Innehalten, zum Schweigen, zu einem einfachen inneren Gebet, zum Entzünden einer Kerze in der Osternacht ...



6. Friedensgebet – und Zukunftsforschung

Friedensgebet online (Donnerstag, 26. März 2020)

Seit Jahren lädt die Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde Bielefeld gemeinsam mit dem internationalen Versöhnungsbund jeweils am letzten Donnerstag in einem Monat zu einem Friedensgebet ein.
Tagesaktuell, kritisch und weltoffen schafft das Friedensgebet einen Ort der Anteilnahme und der Besinnung auf die Kraft der Gewaltfreiheit für ein friedliches Miteinander.  

„Weniger ist mehr“ – das Anfang des Jahres gewählte Thema hat durch die neusten Entwicklungen eine ungeahnte Aktualität gewonnen. In vielerlei Hinsicht ist die Überschrift zu einem Leitfaden in der Corona-Krise geworden.

Da eine Einladung zu einem öffentlichen Friedensgebet in die Süsterkirche nicht möglich ist, laden wir ein, die Texte des Friedensgebetes hier zu lesen, Musik zu hören und Gedanken miteinander zu teilen.

***

„Die Welt nach Corona“

Der Zukunftsforscher Matthias Horx blickt in seinem Artikel von hinten nach vorne – von der Zeit nach der Krise auf die Zeit heute, um so eine Vision von dem zu entwickeln, wohin wir heute unsere Schritte und Gedanken lenken könnten. Wir haben den Artikel auf unsere Homepage gestellt; er findet sich auch im Netz
   


7. Ein Gebet nach Worten des Psalms 139

HERR, du hast mich erforscht, und du kennst mich.

Ich muss und kann mich nicht verstecken vor dir. Nicht so tun als ob. Das spart Energie, gibt mir Ruhe und Kraft. Ich bin, die ich bin. Ich darf sein, die ich bin.

Ob ich sitze oder stehe, du weißt es, du verstehst meine Gedanken von fern. Ob ich gehe oder liege, du hast es bemessen, und mit allen meinen Wegen bist du vertraut.

Selbst jetzt, in Zeiten von Quarantäne und Rückzug, kennst du die Wege. Die wenigen, die mir bleiben. Die vielen, an die ich mich voller Sehnsucht erinnere.

Kein Wort ist auf meiner Zunge, dass du, HERR, nicht ganz und gar kennst.

Bevor es mir über die Lippen kommt, weißt du, wie dankbar ich bin für so vieles, das mein Leben bunt gemacht hat. Aber du kennst auch meine verschwiegene Wut. Erlöse mich von lieblosen Gedanken.

Hinten und vorne hältst du mich umschlossen, und deine Hand hast du auf mich gelegt.

Bei dir weiß ich mich geborgen und geschützt. Das gibt mir Sicherheit in dieser unruhigen Zeit. Wenn ich den Boden unter den Füßen verliere, weiß ich, du bist auch da. So finde ich wieder sicheren Halt auf weitem Raum. Gewinne durch deinen Halt wieder meine eigene Haltung.

Zu wunderbar ist es für mich, dies zu erkennen, zu hoch, ich kann es nicht fassen.

Aber ich ahne es, Mal um Mal. Und mein Herz jubelt vor Freude, ich werde leicht und beschwingt.

Wohin soll ich gehen vor deinem Geist und wohin fliehen vor deinem Angesicht?
Stiege ich hinauf zum Himmel, du bist dort, und schlüge ich mein Lager auf im Totenreich, sieh, du bist da. Nähme ich die Flügel der Morgenröte und ließe mich nieder am äußersten Ende des Meeres, auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich fassen.

Du bist pandemisch und ökumenisch, steckst uns an mit deinem Geist, bist überall, wo Menschen wohnen. Und so werden wir, wenn wir flüchten – vor uns selbst, vor dir – zu Gestrandeten, Angekommenen. Denn du bist da, kommst uns entgegen, sagst: Fürchte dich nicht!

Und spräche ich: Finsternis breche über mich herein, und Nacht sei das Licht um mich her, so wäre auch die Finsternis nicht finster für dich, und die Nacht wäre licht wie der Tag, Finsternis wie das Licht.

Du hast das Licht in die Welt gebracht. Wie könnte ich es löschen? Ich danke dir, dass du mich davor bewahrst, dass du dein Licht auch da leuchten lässt, wo mich die Finsternis bedroht. Lass mich hinschauen. Lass mich dein Leuchten erkennen. Segne mich, dass ich selber licht werde.

Denn du bist es, der meine Nieren geschaffen, der mich im Leib meiner Mutter gewoben hat. Ich preise dich, dass ich so herrlich, so wunderbar geschaffen bin; wunderbar sind deine Werke, meine Seele weiß dies wohl.

Ja, Gott, wunderbar sind wir geschaffen! Oft vergessen wir das und fürchten uns vor Krankheiten, die unseren Körper bedrohen. Dann wieder sind wir sorglos, als hätten wir keine eigene Verantwortung für unser Leben. Viele von uns werden krank, aber immer wieder erfahren wir Heilung an Leib, Geist und Seele. Weil du uns so wunderbar erschaffen hast und uns bewahrst in allen Nöten.

… Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne meine Gedanken. Sieh, ob ein gottloser Weg mich verführt, und leite mich auf ewigem Weg.

So soll es sein. Amen.

Friederike Kasack


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Pfarrer Bertold Becker
im Auftrag des Presbyteriums der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Bielefeld
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